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Anleitung zum Kapitalistendasein

Auszug aus "Des Kapitalisten Manifest" Erster Teil

- Feind heisst des Menschen Vor-Name; aus Anschauung deines eigenen ist dir der Wille zur Unterjochung gewahr geworden. Also legst du ihn unter dieses Joch, damit du unbeschwert nach höheren Zielen streben kannst.

- Die Welt ist da, damit du sie dir zu Eigentum machst. Also eroberst du sie dir. Gebe dich nicht mit weniger zufrieden; kämpfe bis du alles hast.

- Gewissen leistet sich, wer alles hat oder nimmt es in Anspruch, weil er nichts anders geltend machen kann als was umsonst ist. Also ist es der Anker der Zurückgeworfenen. Du aber kommst voran, denn du bist ein Haltloser.

- Böses wird dir heimgezahlt. Stelle zu jeder Bosheit Rechnung und gebe deine Kontonummer an.

- Die geistigen Werte lass andere sammeln. Vielleicht werden sie satt davon.

- Brutalität übe nur gegen Schwache; gegen die aber immer, damit verhilfst du dem Recht zur Geltung.

- Preise die Niedertracht. Die Gemeinheit widerstrebt dem Hochgesinnten. Die Gemeinheit sind viele, vieles - in seiner Totalität - willst du besitzen. Nimm sie zu dir, die Gemeinen und von ihnen und wirf sie zurück. Tief können sie nicht fallen. Wiederhole den Vorgang, sollten sie sich wieder aufrichten, bis du in alleiniger Höhe bist.

- Schliesse nie Frieden. Doch tue so, als ob, denn der Friedfertige ist dein tödlichster Feind; er behauptet Werte, die unbezahlbar sind. Seine Täuschung ist dein erster Schritt zu seiner Überwindung.

 

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